Markus Molitor, engagierter Winzer von der Mosel, setzt sich leidenschaftlich dafür ein, unverwechselbare Rieslinge zu erzeugen. Dabei setzt er auf Spontangärung. So zeigt auch dieser Riesling deutlich die typischen, intensiven Fruchtnoten und feinen mineralischen Anklänge, die durch die natürlichen Hefen noch betont
werden. Ein saftiger, aromatischer Riesling mit Anklängen von Aprikose und Pfirsich, feinen Zitrusnoten sowie einer fast rauchigen Schieferwürze im Duft. Am Gaumen präsentiert sich dieser Wein aus dem Klosterberg mit
saftigem Charakter, feiner Säure, eleganter Fruchtsüße und einem aromatischen, lang anhaltenden Finale.
Er ist Visionär. Er ist Perfektionist. Er macht grandiose Rieslinge. Bereits seit einem Vierteljahrhundert setzt Markus Molitor im deutschen Weinbau Maßstäbe. Es war Anfang der 80er Jahre, als er auf seinen mit 1,5 ha recht
überschaubaren Familienbesitz blickte. „Ich sagte mir: Vor hundert Jahren waren Moselweine die begehrtesten und teuersten der Welt, warum also dem Burgund und dem Bordeaux das Feld überlassen?“, schildert Molitor. Diese
Entscheidung traf der junge Mann in der tiefsten Krise des deutschen Weinbaus. Molitor glaubte fest an den Riesling und die Schiefersteillagen und kaufte beste Parzellen in den Kernlagen der Mittelmosel. Dass er sich damit finanziell bis an die Grenze belastete, schien ihm angesichts der leuchtenden Zukunft als nachgeordneter Faktor.
Er begann seine Vision zu verwirklichen, als der Zeitgeist gerade die sogenannten Gummibärchenweine entdeckte. „Diese primärfruchtigen Weinchen sind das genaue Gegenteil dessen, was einen großen Moselriesling auszeichnet“, ist Molitor überzeugt. „Damals stand ich mit meinen Ideen von Präzisionshandwerk ziemlich alleine da.“
Molitor setzt auf Terroir-geprägtes Traubengut, das mit den eigenen natürlichen Hefen vergoren wird und lange, zum Großteil in traditionellen Fuderfässern, reift. So entstehen langlebige, komplexe und wunderbar ausbalancierte Weißweine von großer Tiefe. Das Herz des Moselrieslings schlägt für Molitor im Schiefer: „Anderswo gibt es Weingärten, wir haben Weinberge. Steile, mühsam von Hand zu bearbeitende Schieferberge.“ Denn nur die Schiefersteillagen geben diese feinen Grafitnoten an den Wein und erzeugen so die unverwechselbare Spannung, die die Faszination Riesling ausmacht. Im Traumjahrgang 2009 ergaben die über 80 Jahre alten Stöcke eine trockene Spätlese der Extraklasse, die sich jetzt ihrer Höchstform nähert.
Empfohlen und präsentiert vom Weltmeister der Sommeliers Markus Del Monego.
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