Die 1996 in Tucson/Arizona ins Leben gerufene Band bezieht sich explizit auf ihre gleichermaßen amerikanischen und mexikanischen Wurzeln. Ein Umstand, der bereits durch den Namen zum Ausdruck gebracht wird. Das tatsächlich existierende Grenzkaff Calexico im Südwesten der USA zwischen Kalifornien und Mexiko ist ebenso zwischen zwei unterschiedlichen Welten und Einflüssen gefangen, wie die Band.
Burns bezeichnet sich und seinen kongenialen Partner Convertino als "Frankensteins of instruments" und spielt damit auf die klangliche Vielfalt ihrer Musik an, die von einfachem Schlagzeug und Gitarre, über Mundharmonika, Mariachi -Trompeten bis hin zu Marimbas, Vibraphon, Pedal-Steel-Gitarren und Harpsichord alles zu bieten hat.
So ist auch die Gründung der Band vielmehr das Ergebnis zahlreicher Sessions und Ideenfragmente als eine geplante Aktion und fällt mit dem Release der Low-Budget-Produktion "Spoke" zusammen (ursprünglich nur in Europa veröffentlicht), wo sie sich erstmals als musikalische Grenzgänger zeigten. Doch auch die Jahre davor waren die beiden nicht untätig. Bereits 1990 begann die Zusammenarbeit von Burns und Convertino unter der Fittiche von Howe Gelb, dem Mastermind der Kultband Giant Sand, wo sie auch heute noch, wenn es die Zeit erlaubt, die exzellente Rhythmus-Sektion bilden. Es ist genau diese Zeit, in der sie durch die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Musikern ihren eigenen Stil entwickeln konnten.
Zwei Jahre später, 1998, erscheint das Album "The Black Light", auf dem sie den bereits mit Spoke eingeschlagenen Weg fortsetzen und sowohl in der Independent-Szene als auch bei den Kritikern für höchste Aufregung sorgten. Mit "The Black Light" legten Calexico den Grundstein für ihren unverwechselbaren Stil. Das als Konzeptalbum angelegte Werk ist stark instrumental ausgerichtet und erzählt auf angenehm unaufdringliche Weise Geschichten von Abschied und Einsamkeit oder von schießwütigen Desperados. Die sonore, teilweise fast eintönige Stimme von Burns - prachtvoll unterstützt vom Spiel seiner Gitarre - ergänzt sich dabei hervorragend mit Convertinos kompromisslosen Drum- und Perkussionspiel. Für den Hörer baut sich dabei ein eindringliches Klangbild der Einöde des nordamerikanischen Südwestens auf, wo die flimmernde Hitze der Wüste förmlich auf der Haut brennt.
Nach dem Achtungserfolg von "The Black Light" schießt der Nachfolger "Hot Rail" von 0 auf 43 in den deutschen Charts und steigt sogar bis auf Platz sechs in den griechischen. Der Ohrwurm-Single "Crystal Frontier (2001) folgt im Februar 2003 das von Kritikern wieder hochgelobte "Feast Of Wire".
LPs: Spoke (1997), Hot Rail (2000), Scraping (2002), Feast of Wire (2003), Convict Pool (2004)
http://www.casadecalexico.com
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