Charles Edward Chuck Berry, geboren am 18. Oktober 1931 in St. Louis, zählt zu den entscheidenden Wegweisern für Bands wie The Beatles, The Animals, The Yardbirds, The Zombies und andere. 1955 produzierte er mit dem Chicagoer Chess-Studio den sehr erfolgreichen Song "Maybelline", weitere Klassiker des Rock'n'Roll folgten: "Roll Over Beethoven", "Sweet Little Sixteen" und "Johnny B. Goode". Textlich konzenztrierte sich Berry immer auf das Alltagsleben gewöhnlicher Menschen, zu finden in kleinen Städten und Bahnhöfen quer durch Amerika. 1965 unterschrieb Berry einen hochdotierten Plattenvertrag bei Mercury, kehrte aber 4 Jahre später erneut zum blueslastigeren Label Chess zurück, wo er 1972 mit "My Ding-A-Ling" einen riesigen Erfolg feiern konnte. Sein Privatleben war u.a. geprägt von verschiedenen Konflikten mit dem Gesetz. So warf man ihm Anstiftung zur Prostitution, Steuerhinterziehung, Drogenmissbrauch, unangemeldeter Besitz von Schusswaffen sowie Besitz von pornographischem Filmmaterial vor. 1988 erschienen seine Erinnerungen, die er vorwiegend während seiner Zeit im Gefängnis verfasst hatte und parallel dazu brachte Chess eine Box seiner besten Aufnahmen von 1955 bis 1973 heraus. 1995 trat Chuck Berry erneut auf, zusammen mit Bruce Springsteen & The E Street Band eröffnete er den Rock and Roll Hall of Fame im Cleveland Stadium und stiftete zu diesem Anlass sogar eine seiner Gibson-Gitarren.