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The Gun Club

“The Fire Of Love”

erschienen auf dem Album

Miami

The Gun Club, 1980 in Los Angeles gegründet, bereicherte den US-Hardcore durch balladeske Formen und Elemente von Jazz, Rockabilly und Blues. Der obsessive Blondie-Fan Jeffrey Lee Pierce (voc, g), geboren am 27. Juli 1958 in El Monte, Kalifornien, gründete von Debbie Harry ermuntert, in Los Angeles die Band Creeping Ritual, die er kurz darauf in Gun Club umbenannte. Weitere Mitglieder der Urformation waren Kid Congo Powers, bürgerlich: Brian Tristan (g), sowie Rob Ritter (bg) und Terry Graham (dr), die von der Punk-Band Bags kamen. Das Debütalbum Fire Of Love (1981) verband kompromisslosen Punk mit Delta Blues. Das als offizielles Bootleg erschienene Live-Album Death Party (1983) dokumentierte die unbändige Bühnenenergie der frühen Jahre. Ende 1982 ersetzte Patricia Morrison Rob Ritter, Kid Congo Powers kehrte an die Gitarre zurück. In dieser wohl besten Besetzung des Gun Club entstand The Las Vegas Story (1984), ein musikalischer Ritt durch die Welt der Magie. Nachdem Patricia Morrison einem Ruf zu den Sisters Of Mercy gefolgt war, fiel die Band auseinander. Pierce, der Jim Morrison leider auch bezüglich seiner Alkohol- und Drogen-Gepflogenheiten nacheiferte, versuchte eine Solo-Karriere, konnte jedoch mit dem enttäuschenden Opus Wildweed (1985) nicht Fuß fassen und reformierte 1987 den Gun Club. Um so überraschender war die spirituelle Kraft des Comeback-Albums Mother Juno (1987). Pierce brillierte sowohl als Sänger als auch als Songschreiber. Die Presse reagierte überschwenglich. Doch anstatt auf dem überraschenden Erfolg aufzubauen, zogen sich Pierce und Mori nach Vietnam zurück, um den Gun Club erst 1990 für Pastoral Hide And Seek wieder zusammenzutrommeln. Das Album bestand hauptsächlich aus schmachtenden Rock-Balladen. Live schien der Gun Club jedoch in besserer Verfassung als je zuvor. Powers reichte jedoch abermals seinen Abschied ein, um zu der britischen Band Killing Joke zu gehen. Pierce, der fleißig geübt hatte, übernahm allein den Gitarren-Part. Auf Lucky Jim (1993) setzte sich der bereits von den Folgen seines übermäßigen Alkoholkonsums gezeichnete Pierce mit den Gewinnern und Verlierern des Kapitalismus und dessen Begleiterscheinungen auseinander.
Am 31. März 1996 erlag er nach langen Leiden einem Herzinfarkt.
 
LPs: Fire Of Love (1981), The Las Vegas Story (1984), Death Party (1983), Divinity (1991), The Birth, The Death, The Ghost (1984), Danse Kalinda Boom (1985), In Exile (1992), Live In Europe (1992), Lucky Jim (1994)


http://www.thegunclub.net


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