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The Band

“Whispering Pines”

erschienen auf dem Album

The Band

The Band hat die Popmusik 1968/69 nach den Lärmorgien des Psychedelic Rock wieder auf leisere Töne und gesunde Countryklänge umgestimmt. Die fünf bärtigen Musikanten sangen von den einfachen, guten Dingen des Lebens: von Geburt und Tod, vom Korn auf den Feldern, dem Wirbelsturm in Ohio oder von einem alten Schaukelstuhl auf der Terrasse eines Farmhauses in Virginia.
Ihre Lieder waren überwiegend sehnsüchtige Erinnerungen an die Zeit Abraham Lincolns, als noch Raddampfer auf dem Mississippi schaukelten und Vaudeville-Truppen mit "Heiligen und Sündern, Verlierern und Gewinnern" durch die Südstaaten zogen. Wenn die Band aufspielte, klang es, als öffne sich ein amerikanisches Volksmusik-Archiv: Ein Ragtime-Klavier schepperte, Hillbilly-Geigen fiedelten, eine Dixieland-Band blies, Rock'n'Roll war mit Folksongs und anglikanischen Chorälen vermischt.
Von 1959 bis 1965 tingelte das Quintett, das insgesamt 15 Instrumente beherrschte, unter dem Namen The Hawks als Begleitensemble des Sängers Ronnie Hawkins von Dorf zu Dorf und spielte in Kneipen. 1965 trennten sich die Musiker von Ronnie Hawkins, um zusammen mit Bob Dylan Konzerte zu geben. Sie nahmen mit ihm unter anderem in Dylans Haus in Woodstock die durch Raubpressungen berühmt gewordenen "Basement Tapes" auf. In Woodstock, wo die Huckleberry Finns der Popmusik 1968 mit ihren Familien ansässig wurden, entstand - in einem rosa gestrichenen Holzhaus - auch ihre trendauslösende erste Ensemble-LP "Music From Big Pink": gänzlich ohne Montagen und elektronische Tricks. Rockfans in aller Welt bewerteten "Big Pink" sowie auch die folgenden LPs der Band mit Gold: Mit jeder wurden Umsätze von mehr als einer Million Dollar erzielt.

Am konzentriertesten und zugleich facettenreichsten wurde die Band-Wahrheit in den 17 Stücken ihres um Neujahr 1972 in der New Yorker Academy of Music mitgeschnittenen Live-Doppelalbums "Rock Of Ages" vermittelt.
Mit der danach wieder ohne Gastmusiker produzierten Studio-LP "Moondog Matinee" belebte das Ensemble nostalgiebewußt Geist und Atmosphäre der Rock-Vergangenheit und des eigenen Frühstils. Ende 1973 begleitete The Band Bob Dylan auf der LP „Planet Waves“ und ging mit ihm Anfang 1974 auf seine spektakuläre Comeback-Tournee. Die neuerliche Bühnen-Kollaboration mit Dylan wurde im Live-Doppelalbum "Before The Flood" dokumentiert. Nach der Trennung von Dylan zeigte die Band zunehmend Anzeichen von Ermüdung. Der rustikale Stil wurde hölzern. Kritiker konnten den letzten beiden LPs "Northern Lights, Southern Cross" (1975) und "Islands" (1977) kaum positive Seiten abgewinnen. Am Thanksgiving Day im Herbst 1976 gab die Band ihr spektakuläres Abschiedskonzert nach 16jähriger Bühnen- und Plattenkarriere im Winterland Ballroom in San Francisco vor 5000 Fans, das von Martin Scorsese unter dem Titel "The Last Waltz" verfilmt wurde.
Alle Musiker blieben nach ihrem Band-Ende als Filmkomponisten, im Plattenstudio und im Konzertsaal aktiv und miteinander in Kontakt.
The Band ohne Robertson trat seither immer wieder einmal auf - so 1990 bei Roger Waters' Aufführung von "The Wall" (Pink Floyd) am Potsdamer Platz in Berlin. 1993 brachte die Band in der Besetzung Danko, Helm, Hudson, Weider, Richard Bell (p), Randy Chiarlante (dr) mit den Gästen Champion Jack Dupree (p), Vassar Clements (vi) nach 18jähriger Plattenpause das Album "Jericho" heraus, gefolgt von "High On The Hog" (1996). 1998 feierte die Band ihr 30jähriges Jubiläum mit "Jubilation".

Bandmitglieder: Jaime "Robbie" Robertson (g), Rick Danko (bg), Levon Helm (dr), Richard Manuel (g, p), Garth Hudson (org, p)

LPs:  Music From Big Pink, Rock Of Ages


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